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Festakt zum 100jährigen Jubiläum des Landesverbandes

der Guttempler in Rheinland-Pfalz und Saarland

 

Der mitgliedermäßig kleine, doch flächenmäßig große  Landesverband (Distrikt) der Guttempler in Rheinland-Pfalz und Saarland feierte im Schönstatt Zentrum in Lebach am 09.04.2010 im Rahmen eines Festaktes sein 100jahriges Bestehen.

 

 Zu dieser Feierstunde waren Abordnungen aller Landesverbände der Guttempler,  Staatssekretär Pini von der Landesregierung, der Bürgermeister der Stadt Lebach Schmidt, sowie führende Persönlichkeiten anderer Verbände wie Prof. Feth (DPWV), R. Barth (Caritas). um nur einige zu nennen erschienen.

 

In ihren Grußworten würdigten alle die Arbeit der Guttempler im Landesverband. Aber auch die Arbeit der Guttempler innerhalb Deutschlands und in anderen Ländern sei eine nicht zu bezahlende Unterstützung im Gesundheitswesen. "Ich verneige mich in Ehrfurcht vor ihrer Arbeit", so Staatssekretär Pini am Ende seiner Rede.

 

Der stellvertretende Landesvorsitzende Gerhard Wagner ging ausführlich auf die Entstehung und Entwicklung des Verbandes in seiner Einführungsrede ein. Gegründet wurde der Landesverband im Juli 1910 als Distrikt 33 südliche Weinstrasse. Die Gründungsfeierlichkeiten fanden im damaligen Saalbau in Saarbrücken statt. Schnell wuchs der Verband, die Mitgliederzahl stieg. Erst mit dem Beginn des Nazi- Regimes verringerte sich die Zahl der Mitglieder. Das Geschehen, bzw. die Arbeit, verlagerte sich nach Rheinland-Pfalz, das Zentrum war jahrelang in Pirmasens wo der Landesvorsitzende Gustav Rippel 36 Jahre an führender Stelle stand. Erst Anfang der 80er Jahre als Dr. Martin Klewitz, Landeskonservator, in Saarbrücken tätig wurde verlagerte sich die Arbeit der Guttempler wieder ins Saarland. 

 

Die Mitglieder und Mitarbeiter des  Landesverbandes betreuen regelmäßig Klinken und Krankenhäuser in Saarbrücken, Münchwies, Daun, Wied und Neunkirchen. Sie arbeiten eng mit anderen Verbänden und Einrichtungen wie Diakonie und Caritas zusammen.

 

Die Festrede hielt der ehemalige Geschäftsführer der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) Rolf Hüllinghorst. Er ging auf notwendige Veränderungen innerhalb des Abstinenzverbandes der Guttempler ein, denn  so Hüllinghorst: „Die Guttempler sind mehr als Abstinenzverband, wir bieten mehr als nur eine gesunde alkoholfreie Lebensweise an“  Dieses mehr beinhaltet z.B. die Entdeckung der eigenen Persönlichkeit, der Freiheit was das Gegenteil der Abhängigkeit ist, das (neue) Erlangen des Selbstwertgefühls durch Einbringung eigener Ideen und Initiative. Guttempler …Selbsthilfe und mehr. Dieser Satz bietet allen die an der Guttemplerarbeit mitwirken wollen genügend Spielraum zur Selbstverwirklichung und zur gemeinsamen Arbeit an Menschen die unserer Hilfe bedürfen.

 

Umrahmt wurde der Festakt durch:
Carina Peitz, Klavier: (Musikhochschule Saarbrücken)
Hildegard Schmelzer, Christoph Allwissner: Gesang ; Christoph Allwissner: Guitarre

 

Bericht: Dieter Tonak

 

Artikel Saarbrücker Zeitung, 09.04.2010